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Heizöl News

Von Montag-Freitag erfahren Sie hier, welche aktuellen Geschehnisse derzeit Einfluss am Rohölmarkt sowie die Börse nehmen. Dies können beispielsweise politische Entscheidungen sein, aber auch wirtschaftliche Ereignisse oder Naturgewalten können den Preis verändern. Durch die kurzen Meldungen erhalten Sie einen schnellen Überblick über die aktuelle Lage. Mehr über die Einflussfaktoren erfahren Sie auch in unserer Rubrik Heizölpreise.

 
 

Die OPEC+ plant keine zusätzlichen Produktionssteigerungen

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Trotz einer stellenweise auftretenden Unterversorgung plant die OPEC+ wohl keine Produktionssteigerungen über die geplanten Fördererhöhungen des Junis hinaus

Die nächste Vollversammlung der 23 Mitgliedstaaten umfassenden OPEC+ Gruppe wird am morgigen Dienstag in digitaler Form stattfinden. Bereits jetzt ließen Vertreter von Russland und Saudi-Arabien durchblicken, dass über die für den Juni und Juli geplanten Förderungssteigerungen hinaus mit keinen weiteren Lockerungen zu rechnen ist, auch wenn man davon ausgeht, dass die Nachfrage das Angebot derzeit um knapp 1 Mio. B/T übersteigt. Grund dafür ist eine mögliche Einigung bei den Atomverhandlungen zwischen dem UN-Sicherheitsrat und Iran, welche dafür sorgen könnte, dass dem Markt kurzfristig erhebliche Mengen Rohöl zur Verfügung stehen könnten. Es ist davon auszugehen, dass bis zu einer Klärung der Iran-Frage mit keinen neuen Lockerungen zu rechnen ist.
Trotz der aktuellen Anhebung der Förderung bis Ende Juli, werden von Seiten der OPEC+ knappe 5,8 Mio. B/T im Vergleich zum Niveau von 2019 zurückgehalten. Die Vereinbarung des Kartells sieht vor, diese Förderung erst nach dem April 2022 zu reaktivieren. Experten gehen jedoch aktuell davon aus, dass es eine schrittweise Rückführung bis zu diesem Zeitpunkt geben wird.

Globale Bestände sinken weiter

Die während der Pandemie aufgebauten Rohölbestände der großen Industrienationen könnten mittlerweile wieder vollständig aufgebraucht sein. Zu dieser Einschätzung kommt die Internationale Energieagentur, kurz IEA. Sollte die OPEC+ bei ihren Plänen bleiben, mit Förderlockerungen bis April 2022 zu warten, könnte sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 ein Angebotsdefizit von bis zu 1,6 Mio. B/T aufbauen. Grund dafür sind vor allem die Produzenten außerhalb der OPEC, beispielsweise die USA.
Deren Produktion nahm zwar zuletzt wieder zu, glaubt man dem jüngsten Bericht der EIA, blieb diese im März mit 11,18 Mio. B/T jedoch weit unter dem Niveau des Vorjahres. Im ersten Quartal 2020 betrug die Förderung noch 12,75 Mio. B/T. Derzeit kann das Angebot mit der steigenden Nachfrage nicht mithalten, sodass eine Erhöhung der Preise unausweichlich erscheint.

Notierungen

ICE Gasoil Juni handelte zuletzt bei 562,50 Dollar, -3,00 Dollar. IEC Brent handelt momentan bei 69,11 Dollar, und damit +0,39 Dollar zum Schluss Freitag. ICE WTI handelt aktuell bei 66,99 Dollar.

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