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Heizöl News

Von Montag-Freitag erfahren Sie hier, welche aktuellen Geschehnisse derzeit Einfluss am Rohölmarkt sowie die Börse nehmen. Dies können beispielsweise politische Entscheidungen sein, aber auch wirtschaftliche Ereignisse oder Naturgewalten können den Preis verändern. Durch die kurzen Meldungen erhalten Sie einen schnellen Überblick über die aktuelle Lage. Mehr über die Einflussfaktoren erfahren Sie auch in unserer Rubrik Heizölpreise.

 
 

Globale Ölvorräte werden weiter sinken

von

Mohammed Barkindo, Generalsekretär der OPEC, äußerte sich auf einer Energiekonferenz zu den globalen Ölvorräten sowie der Ölnachfrage

Glaubt man den Einschätzungen des Generalsekretärs, so werden die globalen Ölvorräte weiterhin zurückgehen. Seit April seien die Bestände der OECD-Länder demnach bereits um 6,9 Mio. Barrel gesunken, seit Juni 2020 wurden knapp 160 Mio. Barrel abgebaut, so Barkindo. Er rechnet auch in den kommenden Monaten mit weiteren Abbauten.
Der OPEC-Funktionär merkte weitergehend an, dass der Ölmarkt positiv und wie vom Kartell erwartet auf die Maßnahmen der OPEC+ zur Steuerung des Ölangebotes reagiert habe.
Zuletzt kam das Produzentenbündnis zu dem Schluss, die geplanten Anhebungen um 2 Mio. B/T zwischen Mai und Juli unverändert fortzusetzen, mit weitergehenden Planungen wird frühestens Anfang Juli, mit der nächsten Vollversammlung der Mitgliedsstaaten, gerechnet.
Doch Barkindo geht davon aus, dass bereits im viertel Quartal 2021 eine Nachfrage von 99 Mio. B/T überschritten wird, was ungefähr einem Bedarf von vor Corona entspricht. Weitere Quotenanpassungen sind demnach nur eine Frage der Zeit.

Eingelagertes Nordseeöl deutet auf schwache asiatische Nachfrage hin

Aktuell lagern etwa 6 Mio. Barrel europäisches Nordseeöl auf Tankern vor europäischen Küsten. Dies geht aus neuesten Trackingdaten hervor. Fünf Schiffe, darunter zwei Supertanker ankern bereits seit einigen Wochen vor den Küsten Englands und Schottlands.
Experten zufolge könnte dies mit einer sinkenden Nachfrage des asiatischen Raumes zu tun haben, ist die gelagerte Sorte „Forties“ vor allem bei unabhängigen chinesischen Raffinerien beliebt. Diese warten aktuell auf die Freigabe neuer Importquoten durch die chinesische Regierung.
Ob dies langfristig für einen wirtschaftlichen Abschwung steht, darf derweil bezweifelt werden. Zwar sind die chinesischen Rohölimporte im Mai auf Jahressicht um fast 15 Prozent gesunken, und haben so das niedrigste Niveau seit fünf Monaten erreicht, spricht dies jedoch eher für eine Überkapazität im Raffineriebereich als für wirtschaftliche Schwäche.
Auch wenn die Geschwindigkeit der Erholung nachlässt, ist sie im Vergleich zum Rest der Welt weiterhin extrem stark.

Notierungen

ICE Gasoil Juni handelte zuletzt bei 576,75 Dollar, -3,75 Dollar. ICE Brent handelt bei 70,98 Dollar, -0,51 Dollar zum Schluss Montag. ICE WTI handelt momentan bei 68,65 Dollar.

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