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Load on Top (LOT)

engl.: Obendrauf-Beladung

In den 1960er Jahren entwickeltes Reinigungs- und Beladungsverfahren, das auf Öltankern durchgeführt wurde. Der LOT Grundsatz galt zu einer Zeit, während die Reinigung von Ölbehältern, die auf Schiffen transportiert werden, noch ausschließlich mit Wasser erfolgte. Ein Großteil der dabei entstehenden Öl-Wasser-Gemische wurde unverzüglich im Meer entsorgt. Mit Einführung von LOT sollten diese ölhaltigen Abfälle reduziert werden. Schiffe mussten hierfür über mindestens einen sogenannten Schmutztank verfügen, in welchen die nach der Tankreinigung zurückbleibende Mischung aus Öl und Wasser zu pumpen war. Hier setzten sich Öl und Wasser aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte mit der Zeit voneinander ab, sodass das damals als sauber geltende Wasser anschließend ins Meer geleitet werden durfte. Die Ölrückstände durften das Schiff unterwegs hingegen nicht verlassen und wurden daher zurück in Transporttanks geleitet. Kam neue Fracht an Bord, konnte diese „on top“ auf die alte geladen, also neue Ölladungen den Ölresten der vorherigen Ladung zugeführt werden. Hiervon machten vor allem Raffineriebetreiber Gebrauch, da sie auch leicht verschmutztes Öl verwerten konnten. Bis in die 1970er Jahre hinein war das LOT-Verfahren Bestandteil zahlreicher Lieferverträge. Inzwischen ist mit dem Crude-Oil-Washing ein ölbasierter Reinigungsprozess zum Standard auf Öltankern geworden, der keine Abfallprodukte hinterlässt.